Da werden aus 15 Millionen schnell 30 Millionen Euro und aus 300.000 Euro auch mal drei Millionen.
| Akteur / Modell | Aktivitätsbeschreibung | Rechtliche Risiken | Vorgeschriebene Kennzeichnung |
|---|---|---|---|
| Social Media Influencer | Bewerbung von Wettanbietern auf Instagram, YouTube, Twitch | Verstoß gegen Jugendschutz, falls junge Follower; Irreführung | "Werbung" oder "#ad" muss klar sichtbar sein |
| Affiliate-Partner | Vermittlung von Kunden gegen Provision über eigene Websites/SEO | Haftung für illegale Werbeinhalte, Mitverantwortlichkeit | Transparenz über Provisionsmodell (oft im Impressum) |
| Sportvereine / -verbände | Sponsoringverträge mit Wettanbietern (Trikotwerbung, Stadion) | Verbot von Werbung in Stadien (außer Rennstrecken), Imagewerbung | Keine spezielle, aber Vereinbarungen öffentlich |
Die Werbeausgaben werden zum Beispiel zwei Monate vor dem Sportevent um fast 80 Prozent erhöht und einen Monat davor nochmals um 30 Prozent; das belegen Zahlen aus den Jahren 2018 und 2021. Inzwischen leiden mindestens 1,3 Millionen Deutsche zwischen 18 und 70 Jahren an einer Glücksspielstörung. Jeder dritte davon nimmt an Live-Sportwetten teil. Text: Yvonne Reißig (Pressesprecherin des Beauftragten der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen) Dr. Steffen Otterbach, Geschäftsführender Leiter der Forschungsstelle Glücksspiel an der Universität Hohenheim T +49 711 459 23425, E steffen.otterbach@uni-hohenheim.de Burkhard Blienert, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Pressestelle T +49 (0)30 18441 1445, E presse-drogenbeauftragter@bmg.bund.de Das Buch von RA Dr.
Die Verlierer sind Menschen mit einer Glücksspielstörung, die erst mit ihrem Geld und dann mit ihrer Gesundheit bezahlen – das widerspricht dem üblichen positiven Image des Sports. Werbung wirkt: für Lippenstift, den neuesten Markenpulli ebenso wie für Alkohol, Tabak und Sportwetten. Nur warten die letzten drei mit besonderen Risiken für Mensch und Gesundheit auf. Werbung führt nach Stand der Forschung zu mehr „Konsum“ oder setzt zumindest einen höheren Anreiz etwas auszuprobieren. Hier geht es um die Gesundheit vieler Fans.
Gerade für Sportwetten scheint die Werbung omnipräsent: Ob Weltmeisterschaft, Europameisterschaft oder einfach nur Bundesliga – mittlerweile ist kaum ein Fußballspiel ohne Werbung für Sportwetten. Allein in Deutschland verlieren Wettende mehr als 1,4 Milliarden Euro jährlich. Mehr als 15 Minuten Glücksspielwerbung pro Spiel Wie groß ist die Dimension, wenn wir von Sportwettenwerbung sprechen? Diese Frage hat sich die Forschungsstelle Glücksspiel an der Universität Hohenheim gestellt und elf Spiele der Fußball-Europameisterschaft vom vergangenen Jahr genauer unter die Lupe genommen. Für den gleichen Zeitraum hat sie die Social Media-Werbung von zehn legalen Wettanbietern analysiert.
Die Auswertung verdeutlicht exemplarisch, wie massiv Werbung während der Fußball-Europameisterschaft 2024 gezeigt wurde: cas neue casino bonus ohne einzahlung september 2026 Rund um die Übertragung eines Fußballspiels wurde summiert etwa 15 Minuten lang – die Länge einer Halbzeitpause – für Glückspiel geworben, zumeist auf der Stadionbande. Die Bande zeigte überwiegend Logos eines Sportwettenanbieters in voller Bildschirmbreite. „Aufhorchen lassen auch Art und Umfang der Werbung auf Social Media, die sich von Haus aus eher an ein jüngeres Zielpublikum richten. Die Forschungsergebnisse zeigen einen fließenden Übergang zwischen Information und Werbung, der insbesondere für Kinder und Jugendliche problematisch sein kann“, sagt Dr. Steffen Otterbach von der Forschungsstelle Glücksspiel an der Universität Hohenheim. Bahr: "Glücks- und Gewinnspielrecht" Die Bedeutung des Geldwäsche-Gesetzes für Spielbanken-Spieler Hausverlosung in Deutschland: Mit beiden Beinen im Gefängnis?
Ist es zulässig, Werbebanner von (illegalen) Online-Casinos oder Sportwetten auf einer privaten Homepage zu platzieren? Sind 50 Cent-Gewinnspiele nach dem Glücksspiel-Staatsvertrag verboten?
Beispielsweise das bekannte Spiel „Coin Master“ beinhaltet solche glücksspielähnlichen Elemente und wurde bereits in der Satire-Sendung „ZDF Magazin Royale“ mit Jan Böhmermann hierfür stark kritisiert. Bei vielen kostenlosen Apps werden Werbebanner und –spots eingeblendet, die sich gar nicht oder nur schwer wegklicken lassen. ZGS_Berlin_pexels-jose-francisco-fernandez-saura-802024: pexels/ Jose Francisco Fernandez Saura ZGS_Berlin_pexels-jose-francisco-fernandez-saura-802024: pexels/ Jose Francisco Fernandez Saura Die ständige Präsenz von Glücksspielen in der Werbung erweckt den Eindruck, dass sie harmlos sind und als normal in der Gesellschaft gelten. Es gilt jedoch als wissenschaftlich belegt, dass Glücksspiele ein hohes Suchtpotential haben. Viele befragte Personen geben an, aufgrund von Werbung mit dem Glücksspiel angefangen zu haben.
Problematisch ist außerdem, dass junge Menschen (auch Minderjährige) besonders früh mit Glücksspielwerbung in Kontakt kommen. Eine Arbeitsgruppe der Landeskoordinierungsstelle Glücksspielsucht hat am 7. März 2022 ein Positionspapier (7) veröffentlicht, in dem Sie die aktuellen gesetzlichen Regelungen zur Werbung für Online-Glücksspiele und Sportwetten stark kritisieren und neue Beschränkungen von Glücksspielwerbung fordern: Es sollten keine zusätzlichen Kaufanreize, zum Beispiel beim Zuschauen von Sportveranstaltungen, geschaffen werden. Die Übertragung von Glücksspielwerbung sollte erst ab 23 Uhr möglich sein, um besonders Jüngere zu schützen. Auch ehemalige Sportler:innen, Sportexpert:innen sowie Influencer:innen sollten für Glücksspiel keine Werbung machen dürfen, da sie oft ein hohes Vertrauen von den Zuschauer*innen geschenkt bekommen und damit Glücksspielen ein positives Image geben.
Es sollten alle Glücksspieler:innen grundsätzlich keine Vorteile gewährt werden. Vor allem Neukund:innen werden durch scheinbare Geldgeschenke und Rabattaktionen angelockt und zur Erstteilnahme animiert. Die Partnerprogramme zwischen Webseitenbetreiber:innen und Glückspielanbieter:innen sind nicht geeignet, um nur die bereits spielenden Personen zu erreichen. Es werden auch Personen angesprochen, die bisher noch nicht an Glücksspielen teilgenommen haben. Es werden vor allem junge Menschen über deren bevorzugten Kanäle mit Glücksspielwerbung angesprochen. Frage auseinander, so ist es empfehlenswert, zunächst zwischen der strafrechtlichen Beurteilung auf der einen Seite und der zivilrechtlichen auf der anderen Seite zu differenzieren. Relevant ist hier § 284 Abs.4 StGB, wonach das „Werben“ für ein verbotenes Glücksspiel mit einer Freiheitsstrafe bis zu 1 Jahr bedroht ist.
Diese Regelung wurde erst Anfang 1998 eingeführt, weil zunehmend ausländische Glücksspiel-Veranstalter auf den Markt drängen, die sich durch ihren Sitz im Ausland der deutschen Strafverfolgung entziehen.
Daher sollte für diese Kanäle ein Werbeverbot eingeführt werden. Werbung für glücksspielähnliche Produkte, die sich vor allem an Minderjährige richten, stellt gleichzeitig indirekte Werbung für echtes Glücksspiel dar. Hier werden häufig kostenlose Online-Spiele angeboten, welche wie ein klassisches Glücksspiel wirken (z.B.: Automatenspiele), aber ohne Kosten oder Einsatz gespielt werden. Der Hinweis zur zentralen länderübergreifenden Hilfsplattform (alternativ: sollte verpflichtend sein. ZGS_Berlin_pexels-jose-francisco-fernandez-saura-802024: pexels/ Jose Francisco Fernandez Saura Hinweis: Falls du eine Beschwerde zur Werbung von Glücksspiel einreichen möchtest kannst du das völlig anonym hier machen.
Seit dem 2. August 2022 setzt sich das Bündnis gegen Sportwetten-Werbung (BgSwW) für die weitestgehende Einschränkung von Sportwetten-Werbung ein, wie es bereits andere europäische Länder getan haben. Vor allem junge Menschen sollen hierdurch geschützt werden, ihr Geld nicht durch Wetten zu verzocken. Wenn du auch etwas bewirken willst, kannst du hier Mitglied werden und das Team unterstützen. Du kennst jemanden der zu viel verzockt hat oder bist selbst betroffen?
Dann tausch dich hier aus und schau dir unseren Blogbeitrag zur Spielersperre an. Finde hier heraus, was du über Glücksspiele weißt und wie cas seriöses online casino roulette dein eigenes Spielverhalten ist. GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG des BUNDESDROGENBEAUFTRAGTEN und der UNIVERSITÄT HOHENHEIM Emotionen gehören zum Fußball. Fans fiebern mit ihrem Team mit, feiern Siege und trauern alle gemeinsam bei Niederlagen. Dieses positive Image macht Sportereignisse attraktiv für die Werbebranche, insbesondere unter Sportwettenanbietern. Um wenigstens den in Deutschland handelnden Gehilfen begegnen zu können, wurden auch etwaige Werbehandlungen unter Strafe gestellt. Die Gerichte verstehen unter „Werben“ das planmäßige Vorgehen mit dem für den Durchschnittsadressaten erkennbaren Ziel, andere für etwas zu gewinnen.
Dabei kann sich die Werbung sowohl an die Öffentlichkeit als auch an einzelne Personen richten.
„Auch ist die Zahl von bis zu knapp 200 Posts pro Anbieter in diesem Zeitraum sehr hoch.“ Bestes Mittel gegen Glücksspielsucht ist Prävention Der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen Burkhard Blienert sieht das Werbevolumen beim Glücksspiel genauso kritisch wie in den anderen Feldern: „Am Ende waren es bei der Euro 2024 die Fans, die für ein Milliardengeschäft die Zeche gezahlt haben – erst mit ihren Spieleinsätzen und später auch mit ihrer Gesundheit.“ „Ein Mittel gegen Sucht ist gute Prävention“, bekräftigt der Bundesdrogenbeauftragte. Was ihn umtreibt ist, „dass der Staat den Wettanbietern ein wenig wie David gegen Goliath gegenübersteht, vergleicht man Werbebudget und Präventionsausgaben. Dabei wissen wir seit Jahren, was zu tun wäre und dass wir in allen Bereichen, weit über das Glücksspiel hinaus, deutlich mehr Prävention brauchen, angefangen bei engen Grenzen für die Werbung.“ 100-mal mehr Geld für Glücksspiel-Werbung als für Prävention „Wir müssen, wenn es um Suchtgefahren geht, endlich vor die Welle kommen“, ist Burkhard Blienert wichtig. „Nur pumpen die Wettanbieter bisher hunderte Millionen in Werbung, während im staatlichen Präventionsbudget nur ein minimaler Teil dieser Summe steckt. Oder deutlicher: In Deutschland fließt 100-mal mehr Geld in die Werbung für Glücksspiel als in die Prävention.“ Dass Branchenunternehmen verstanden haben, dass Werbung wirkt, belegen weitere Zahlen von Nielsen Media Research: Zu Großereignissen wie Welt- und Europameisterschaften legen einzelne Wettanbieter in den zwei Monaten vor und nach dem Event nochmals eine „echte Schippe oben drauf“ – bis zum Zehnfachen ihres normalen Werbebudgets. Es ist nicht erforderlich, dass später auch tatsächlich ein Spiel zustande kommt. Unzweifelhaft fällt unter den Begriff des Werbens auch das Platzieren von Werbebannern oder sonstigen Online-Werbemitteln auf einer privaten Homepage.