Wer ohne behördliche Erlaubnis öffentlich ein Glücksspiel veranstaltet oder hält oder die Einrichtungen hierzu bereitstellt, wird laut § 284 mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Handelt die Person gewerbsmäßig oder in einer Bande, drohen bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe.
Alle Glücksspiele, die nicht ausdrücklich als erlaubnisfähig genannt sind, gelten als nicht erlaubnisfähig und sind damit verboten. Wer ohne die erforderliche Erlaubnis öffentliche Glücksspiele in Deutschland anbietet, kann sich darüber hinaus strafbar machen. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder ist nicht nur Erlaubnis- und Aufsichtsbehörde für länderübergreifende erlaubnisfähige Glücksspielangebote, sondern bekämpft im Auftrag der 16 Länder unerlaubtes Glücksspiel im Internet. Dazu setzt sie zum Beispiel folgende Instrumente ein: die Einleitung von Untersagungsverfahren inkl. Zwangsgeldfestsetzungen bzw.
Eintreibungen, die Meldung möglicher Strafbarkeiten nach §§ 284 f. StGB an die Staatsanwaltschaften, die Meldung von möglichen Steuertatbeständen an das Finanzamt, Das konkrete Vorgehen und die jeweiligen Instrumente werden im Abschnitt Wie sieht das Vorgehen der GGL konkret aus und welche Erfolge wurden bereits erzielt? Die GGL kann wegen des Veranstaltens oder Bewerbens unerlaubten Glücksspiels Strafanzeigen cas casino bonus ohne einzahlung österreich bei den zuständigen Staatsanwaltschaften stellen. Grundlage hierzu ist § 284 des Strafgesetzbuch (StGB) zur unerlaubten Veranstaltung illegalen Glücksspiels. Das Strafgesetzbuch regelt die strafrechtlichen Folgen des unerlaubten Glücksspiels. Wer für ein öffentliches Glücksspiel wirbt, wird laut § 284 mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft. Im Übrigen ist auch die Teilnahme an unerlaubten Glücksspiel strafbar und kann bestraft werden (§ 285 StGB: Beteiligung am unerlaubten Glücksspiel). Die GGL selbst führt keine strafrechtlichen Verfahren.
Sie kann jedoch mögliche Verstöße an die zuständigen Staatsanwaltschaften melden und damit ein Ermittlungsverfahren anstoßen. Weitere Informationen dazu, wie hoch die Strafen für Spielende ausfallen können und welche Risiken und Konsequenzen mit der Teilnahme an unerlaubtem Glücksspiel verbunden sind, finden Sie in unserem FAQ „Teilnahme an illegalem Glücksspiel: Risiken und Konsequenzen für Spielende“. 459 illegale Internetseiten, die aufgrund von Untersagungsverfahren nicht mehr von Deutschland aus erreichbar waren 657 illegale Internetseiten, die aufgrund von Netzsperren nicht mehr von Deutschland aus erreichbar waren 165 illegale Glücksspielseiten, bei denen keine Zahlung durch gängige Zahlungsdienstleister möglich war (Payment-Blocking) Ausführliche Zahlen für das Jahr 2024 finden sich unter Publikationen der GGL im Tätigkeitsbericht 2024.
Die GGL bekämpft unerlaubtes Glücksspiel und Werbung dafür mit verschiedenen Maßnahmen.
Aber wenn man gezielt nach illegalen Angeboten sucht, wird man immer noch fündig, weil die Anbieter clever genug sind, um nicht völlig aus dem Sichtfeld zu verschwinden. Die Werbung ist zwar weg, aber das Angebot bleibt. Das Werbeverbot ist ein guter Schritt, aber eben nur ein Schritt in die richtige Richtung. Das Werbeverbot trifft die illegalen Anbieter hart, weil sie einen ihrer wichtigsten Werbekanäle verlieren, doch wirklich verschwinden wird das Problem nicht. Solange es einen Markt für nicht lizenzierte Anbieter gibt, werden diese Wege finden, um Spieler zu erreichen.
Mit SEO, Social Media und Affiliates gibt es weiter Möglichkeiten zu werben, denn die Branche ist einfallsreich. Wenn Google und die GGL den Kampf gegen illegale Anbieter wirklich gewinnen wollen, müssen sie noch weitergehen. Denn wenn der Wilden Westen eines gezeigt hat, dann dass jeder Sheriff mehr braucht als nur ein Verbot, um wirklich für Ordnung zu sorgen. Hier finden Sie Informationen zum Vorgehen, zu Vollzugsinstrumenten sowie zu Erfolgen der GGL gegen unerlaubtes Glücksspiel. Konkret finden Sie auf dieser Seite Informationen und Antworten zu folgenden Themenbereichen: Mit welchen Instrumenten bekämpft die GGL unerlaubtes Glücksspiel und die Werbung dafür Wie sieht das Vorgehen der GGL konkret aus und welche Erfolge wurden bereits erzielt? Hierzu gehören klassische Verwaltungsverfahren mit Untersagungsverfügungen, die durch Zwangsgelder vollstreckt werden können, sowie Verwaltungsverfahren mit Payment-Blocking und Netzsperren. Direkte Aufklärungsarbeit gegenüber der Bevölkerung und Gewerbetreibenden ist ebenfalls wichtig. Darüber hinaus stellt die GGL Strafanzeigen und leitet im Falle von Verfahrenseinstellungen der Staatsanwaltschaft Ordnungswidrigkeitsverfahren ein.
Die GGL kooperiert mit anderen Behörden und Institutionen wie Landesmedienanstalten, Finanzbehörden oder der Bundeszentrale für Kinder und Jugendmedienschutz.
Google hat keine Handhabe, organische Treffer zu verbieten und genau hier setzen die Anbieter nun an. Statt sich teuer Anzeigenplätze zu kaufen, investieren sie in ausgeklügelte SEO-Strategien, um trotzdem sichtbar zu bleiben. Statt Werbung direkt auf Glücksspielseiten zu schalten, arbeiten viele Anbieter mit Landingpages, die zunächst völlig harmlos wirken. Erst nach dem Klick wird der Nutzer auf ein Casino weitergeleitet. Marketing im Bereich Affiliate ist ebenfalls eine beliebte Methode, dabei listen große Vergleichsseiten nicht nur legale Anbieter, sondern auch Offshore-Casinos mit fragwürdigen Lizenzen.
Da sie offiziell keine Werbung betreiben, fällt das nicht unter Googles Werberichtlinien. Auch Social Media spielt eine Rolle, denn Influencer und Blogger bewerben in Videos oder Posts bestimmte Plattformen, mal offen, mal versteckt. Solange die Plattform selbst keine Werbung schaltet, bleibt das unter dem Radar. Auf den ersten Blick sieht alles sauberer aus, denn es gibt keine auffälligen Glücksspiel-Werbebanner mehr und keine Lockangebote mit absurden Bonusversprechen. Wer nach seriösen Anbietern sucht, findet jetzt eher lizenzierte Casinos. Bei Verdacht auf Geldwäsche meldet die GGL dies an die Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen (FIU). Um illegale Glücksspielangebote und Werbung zu identifizieren, nutzt die Behörde insbesondere Beschwerdemeldungen und ein Hinweisgebersystem auf ihrer Internetseite. Das Internet wird ebenfalls auf unerlaubte Glücksspielangebote durchsucht, wobei u. a. Marktpräsenz, Umsatz- und Werbevolumen als Auswahlkriterien dienen.
Bereits seit 01.07.2022 liegt die Verantwortung für die Bekämpfung von illegalem Glücksspiel im Internet und der Werbung dafür bei der GGL. Mit der Bündelung der Kompetenzen und Ressourcen in einer zentralen Behörde wurden die Möglichkeiten im Kampf gegen illegales Glücksspiel im Internet erweitert.
Wie kann man der GGL unerlaubtes Glücksspiel melden? Öffentliche Glücksspiele dürfen in Deutschland nur mit Erlaubnis der zuständigen deutschen Behörde veranstaltet oder vermittelt werden. Liegt eine solche Erlaubnis nicht vor, handelt es sich um unerlaubtes Glücksspiel. Dies regelt der Glücksspielstaatsvertrag 2021 (GlüStV 2021). Er ist das zentrale Regelwerk für das Glücksspiel in Deutschland und trat am 1.
Juli 2021 in Kraft. Ziel ist es, den Glücksspielmarkt bundesweit zu regulieren, den Jugend- und Spielerschutz sicherzustellen, Spielsucht vorzubeugen und illegale Angebote zu bekämpfen. Nach § 4 GlüStV 2021 dürfen öffentliche Glücksspiele nur mit einer gültigen Erlaubnis angeboten oder vermittelt werden. Werbung für unerlaubtes Glücksspiel ist untersagt (§ 5 GlüStV 2021). In § 3 GlüStV 2021 sind die Glücksspiele aufgezählt, die grundsätzlich erlaubnisfähig sind, darunter zum Beispiel: Auf unserer Seite zu erlaubnisfähigem Glücksspiel, werden weitere Informationen bereitgestellt. Die Behörde leitet gegen illegale Anbieter und hierfür Werbende Verwaltungsverfahren ein und untersagt die entsprechenden Tätigkeiten. Im Jahr 2024 wurden 199 Prüffälle zum unerlaubten Glücksspiel und 211 Prüffälle zur Werbung für unerlaubtes Glücksspiel bearbeitet. Es wurden 1788 Internetseiten überprüft, davon 1.053 Seiten zum illegalen Glücksspiel und 735 Seiten zur Werbung hierfür. Hierzu gehören neben deutschsprachigen Seiten in Einzelfällen auch Seiten auf Englisch, Türkisch und weiteren Sprachen. Bei der Prüfung und Verfolgung illegaler Angebote ist die Sprache kein ausschlaggebendes Kriterium. Relevant ist nur, ob eine Spielteilnahme innerhalb Deutschlands eröffnet wird. Es wurde eine Vielzahl an Testspielen durchgeführt.
| Instanz | Aufgabenbereich | Einfluss auf Werbung |
|---|---|---|
| GGL (Gemeinsame Glücksspielbehörde) | Vergabe Lizenzen, Marktüberwachung | Prüfung & Ahndung von Werbeverstößen |
| Landesmedienanstalten | Aufsicht über Rundfunk & Telemedien | Einhaltung von Sendezeitregeln & Jugendschutz |
| Deutscher Werberat | Freiwillige Selbstkontrolle | Rügen bei unsittlicher oder irreführender Werbung |
| Wettbewerbszentrale | Verfolgung unlauteren Wettbewerbs | Abmahnung bei rechtswidriger vergleichender Werbung |
Untersagungsverfahren wurden im Jahr 2024 in 231 Fällen eingeleitet, davon in 83 Fällen wegen der Veranstaltung und Bewerbung unerlaubten Glücksspiels und in 148 Fällen nur wegen Werbung für illegales Glücksspiel. Ein erster Schritt im Untersagungsverfahren ist die Anhörung. 2024 stellten 61 Glücksspielanbieter ihr Angebot für Spielende aus Deutschland aufgrund der Anhörung ein und verhinderten den Zugriff für Spielende aus Deutschland.
Statt „Gesponsert“ prangt dann eben ein regulärer Eintrag an oberster Stelle. Andere weichen auf Social Media aus, arbeiten mit Influencern oder setzen auf Affiliate-Marketing, bei dem Partnerseiten die Werbung übernehmen. Für die lizenzierten Anbieter könnte das Ganze ein echter Segen sein. Bisher mussten sie sich mit dubiosen Konkurrenten um Werbeplätze streiten und oft verloren sie den Kampf, weil illegale Anbieter aggressiver mit hohen Boni und vermeintlich besseren Konditionen warben. Jetzt gehören die Google-Werbeplätze den Anbietern mit offizieller Lizenz.
Das hat zwei Vorteile, zum einen steigen ihre Chancen, von neuen Spielern wahrgenommen zu werden und zum anderen müssen sie nicht mehr so viel Geld in die Werbeschlacht stecken, weil die illegalen Anbieter nicht mehr mitbieten. Wenn man jetzt auf Google nach Glücksspiel sucht, bekommt man nur noch regulierte Angebote zu sehen, zumindest in den gesponserten Bereichen. In den bezahlten Anzeigen tauchen tatsächlich keine illegalen Anbieter mehr auf. Aber während die Werbung weg ist, bleiben die Anbieter weiterhin in den Suchergebnissen. Wer nach „Online-Casino ohne deutsche Lizenz“ googelt, wird nach wie vor fündig.